Ortsteil Hochberg
Wappen von Hochberg

Beschreibung des Hochberger Wappens

In Silber (Weiß) ein offener roter Flug. Verleihung durch die Landesregierung am 23.11.1953.

Sehenswertes in Hochberg

  • Schloss mit Rittersaal von 1593
  • neugotische Schlosskirche (1854) mit Grabdenkmälern aus dem 16. Jahrhundert
  • daneben Kelter von 1752 (heute Festhalle)
  • Jüdischer Friedhof (19. Jahrhundert)
  • in der Hauptstraße ehemalige Synagoge (heute methodistische Kirche)

Hochberg

"Von Hohenberg" nannten sie sich selbstbewusst, jene Ritter, die hier ehedem fünfzig Meter hoch über dem Neckar saßen. Reizvoll ist der Blick aus der Talaue heute noch: das Schloss malerisch frei auf dem Bergrücken, nebenan die Kirche, dahinter der alte Ortskern. Eins am andern aufgereiht stehen die Häuser zu beiden Seiten der Hauptstraße, Kleinbauernhäuser zumeist, nur hie und da einstige Hofanlagen mit Wohngebäude, Stall und Scheuer.

Das neue Hochberg hat in den letzten fünfzig Jahren nach Norden und Süden ausgegriffen, in die früheren Weinberge und zum Panoramaweg hin. Siedlungen schoben sich nach Osten vor und füllten das Areal zwischen den Straßen nach Bittenfeld und unten in den Schlossgartenwiesen. Heute leben über 3 400 Menschen im Stadtteil Hochberg.

Von Römern oder Alamannen haben sich bisher keine Spuren finden lassen. Dagegen wissen wir, dass Menschen hier lebten, die ihre Waffen und Werkzeuge noch aus Stein oder Bronze anfertigten. Erst im Jahre 1231 wird es dokumentarisch, als nämlich eine Urkundenabschrift einen gewissen Herbrand von Hohenberg nennt. Um 1300 ist der Ort dann im Besitz der Reichsfreien Nothaft von Hohenberg, die im Dienst der württembergischen Grafen stehen.

Hans Nothaft zum Beispiel war langjähriger Rat des Grafen Eberhard im Bart. Heinrich Schickhardt, der Baumeister des Landesherrn, erweitert dann auch 1593 das befestigte Wohnhaus der Nothaft zum Schloss. Bereits 1345 ist Hochdorf durch Kauf an die Herrschaft Hochberg gekommen. 1687 erben nun die Herren von Gemmingen diesen ganzen Besitz, und 1782 verkaufen sie ihn um 460 000 Gulden an Herzog Karl Eugen: Hochberg und Hochdorf sind von Stund an württembergisch. Noch die Herren von Gemmingen hatten um 1760 Juden in Hochberg aufgenommen. Deren Zahl stieg bis zum Jahr 1850 auf mehr als 300 an, gegenüber rund 500 Christen.

In Hochberg wurde denn auch zum ersten Mal in Württemberg ein Jude in den Gemeinderat gewählt. Von überörtlichem Interesse ist der 1795 angelegte Judenfriedhof. Die jüdische Gemeinde wurde zwar 1914 aufgelöst; die Lehrerwohnung (Nr. 9), das Gasthaus "Rose", alte und neue Synagoge (Nr. 30 und 37) prägen aber bis heute das Ortsbild in der Hauptstraße. Diesen markanten jüdischen Gebäuden setzte die evangelische Gemeinde 1854 ihre neugotische Kirche entgegen, als weithin sichtbaren Zielpunkt der Hauptstraße.

Die Kelter unmittelbar neben der Kirche ist heute zum Remsecker Veranstaltungszentrum umgebaut. Während der Bereich des Alexandrinenplatzes bereits ein neues Aussehen erhalten hat, poliert die Stadt derzeit den alten Ortskern Hochbergs auf.

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