Beleuchtete Brücke im Ortsteil Neckarrems
Wappen von Neckarrems

Beschreibung des Neckarremser Wappens

In Blau zwei schräg gekreuzte silberne (weiße) Fische, darüber ein fünfstrahliger gestürzter silberner (weißer) Stern. Verleihung durch das Innenministerium am 23.11.1956.

Sehenswertes in Neckarrems

  • Altes Rathaus (1564) mit Giebelfachwerk von 1915
  • Spätgotische Pfarrkirche St. Michael und Sebastian (um 1500)
  • Auf einem Bergsporn das Schlösschen Remseck (1842), hier auch Reste der mittelalterlichen Burg Remseck

Neckarrems

Der Neckar steht nur im Namen vornean. Weit wichtiger für den Ort war seit jeher die Rems, nicht nur, weil sie einst die Mühle trieb, oder weil man auf ihr das Scheiterholz aus dem Schwäbischen Wald herab bis nach Neckarrems flößte.

Lange Zeit begnügte sich das Dorf mit einer ziemlich knappen Fläche, die von der etwas erhöht stehenden Kirche bis zur Dorfstraße reichte. Auf der linken Remsseite, wo der Schlossberg schroff zum Ufer hin abfällt, drängte sich erst ums Jahr 1750 eine Häuserzeile zwischen Fluss und Steilhang. Denn genau an dieser Stelle führte eine der wichtigsten Straßenverbindungen im Land vorbei, von der neuen Residenz Ludwigsburg remsaufwärts nach Waiblingen. 1735 ließ der Herzog deshalb hier eine bedeckte Holzbrücke über den Neckar bauen, und für die Neckarremser wurde der rege Durchgangsverkehr zu einer Quelle des Verdienstes. Das reichte vom Vorspann für die schwer beladenen Fuhrwerke an der Hegnacher Steige bis zum Wein aus eigenem Anbau.

Das Gasthaus "Hirsch" mit seiner repräsentativen Fachwerkfassade erinnert heute noch daran. Wo ehedem Reben wuchsen, stehen längst die Hochhäuser der Neckarhalde. Überhaupt drangen Neubausiedlungen seit den fünfziger Jahren allenthalben auf die Höhe vor; in die Bereiche von Röschweg, Steige, Schneeberger und Greut etwa, ebenso drüben am Schlossberg. Seitdem der Neckar zur Schifffahrtsstraße ausgebaut ist, wird in Neckarrems Kies umgeschlagen, und auf dem Mündungseck der Rems ließ sich 1972 die Verwaltung nieder.

Menschen sind in Neckarrems seit drei Jahrtausenden zuhause, die Römer zum Beispiel haben beim Rötelbrunnen einen Gutshof angelegt. Der Ort selbst aber dürfte erst im Anschluss an die mittelalterliche Burg Remseck entstanden sein; sie beherrschte auf ihrem Bergsporn Straße und Flussübergang. Kein Wunder also, dass die erstarkenden württembergischen Grafen auf diesen strategisch wichtigen Punkt schon bald ein Auge warfen. Im Jahre 1268 jedenfalls sind Burg und Dorf bereits in ihrem Besitz, 1275 wird auch die Pfarrkirche zum Heiligen Michael und Sebastian erwähnt. Der heutige spätgotische Bau stammt aus der Zeit um 1500. Zusammen mit dem alten Friedhof, dem barocken Pfarrhaus und der alten Schule von 1750 bildet er ein reizvolles Ensemble im alten Ortskern.

Unweit davon in der Hinteren Straße das ehemalige Frühmesshaus aus der Zeit um 1600, die stattliche Zehntscheuer von 1743 und ein gediegener Fachwerkbau vom Ende des 17. Jahrhunderts. Blickfang in der unteren Dorfstraße ist das Alte Rathaus von 1564 mit seinem Zierfachwerk aus dem Jahr 1915. Nachdem die württembergischen Grafen sich gegen die Reichsgewalt durchgesetzt hatten, verlor die Burg Remseck an Bedeutung. 1576 wurde sie abgebrochen. An ihrer Stelle ließ Major von Grimm 1841/42 ein neugotisches Schlösschen erbauen, das dann 1863 in den Besitz der Grafen zu Inn- und Knyphausen überging.


Heute leben über 4 300 Menschen im Stadtteil Neckarrems.

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