Abendliche Veranstaltung in Remseck

Stadtnachrichten

Schnelleres Internet bis Ende 2017


Schnelleres Internet bis Ende 2017 für rund 6.500 Haushalte
Rund 6.500 Haushalte in den Stadtteilen Neckarrems, Neckargröningen und Aldingen erhalten bis Ende 2017 schnelles Internet. Sie können dann von rasanten Geschwindigkeiten mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde bei der Internetnutzung profitieren. Auch beim Hochladen stehen bis zu 40 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Bislang lag die Grenze bei gerade mal 16 Megabit pro Sekunde, viele Remsecker müssen sich sogar mit deutlich weniger zufrieden geben. Das neue Netz soll so leistungsstark werden, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglichsein soll. 
»Die Ausbauabsichten der Telekom sind sehr zu begrüßen«, zeigt sich Oberbürgermeister Dirk Schönberger sichtlich erfreut. Die Stadtteile Hochberg und Hochdorf werden teilweise auch durch Unitymedia versorgt. Für diese beiden Stadtteile strebt die Stadtverwaltung Remseck am Neckar weiterhin eine für alle zufriedenstellende Lösung an. Die Einwohner von Pattonville haben seit mehreren Jahren die Möglichkeit schnelles Internet zu nutzen. Pattonville zählt zu den zwölf Pilotkommunen, in denen die Telekom ab 2011 das Glasfasernetz ausgebaut hat.

Die ersten Vorbereitungen für den Netzausbau wurden in den letzten Tagen getroffen. Die Ausbauarbeiten erfolgen in den nächsten Tagen in den Bauabschnitten »Marbacher Straße 15 / In der Neckarhalde  / Am Ring 17« und »Auf der Steige 2 – 8«. Die Verlegung von Glasfasernetzen ist aufwendig: Der Ausbau ist mit kleineren Einschränkungen für die Bürgerinnen und Bürger verbunden. Teilweise müssen die Fußwege aufgegraben werden, so auch in der Marbacher Straße. Hier wird der Fußweg in einer Breite von 30 Zentimetern aufgegraben um die Leerrohre zu verlegen. Im Anschluss daran werden die Glasfaserkabel in die Leerrohre »geblasen«.
Der Ausbau erfolgt im Eigenausbau der Deutschen Telekom AG. Spätestens Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Kunden werden dann Zugriff auf das neue Angebot haben. 
»Wir freuen uns, dass wir mit unserem Eigenausbau jetzt den Grundstein für die digitale Zukunft in den Stadtteilen Neckarrems, Neckargröningen und Aldingen legen,«, so Alexander Ostertag, Regio Manager der Deutschen Telekom. »Das Netz wird immer auf dem neuesten Stand sein. Dafür werden wir sorgen«, so Ostertag weiter.
Um dem bisherigen Netz in Remseck am Neckar auf die Sprünge zu helfen, werden 11 Kilometer Glasfaser verlegt und 49 sogenannte Multifunktionsgehäuse überbaut und mit modernster Technik ausgestattet. Zwischen den örtlichen Vermittlungsstellen und den Multifunktionsgehäusen wird das Kupferkabel durch Glasfaserkabel ersetzt. Dies sorgt für erheblich höhere Übertragungsraten. Die Hausanschlüsse bleiben vorerst aus Kupfer und werden nicht ersetzt. Somit bleiben die Vorgärten unberührt und werden nicht aufgegraben.
Die neue Vectoring-Technik kommt auf der letzten Strecke zum Kunden zum Einsatz, wo in der Regel Kupferkabel liegt. Diese Technik macht die Kupferleitungen schneller, da sie elektromagnetische Störsignale beseitigt und so eine schnellere Übertragung der Daten ermöglicht. Grundsätzlich gilt: Je näher der Kunde an einem Multifunktionsgebäude wohnt, desto höher ist die verfügbare Geschwindigkeit.  

Leerrohre und Fördermittel
Parallel zum Eigenausbau der Telekom verlegt die Stadtverwaltung Remseck am Neckar weiterhin, wie bereits schon seit 2015, bei allen Straßenbaumaßnahmen Leerrohre mit. Zudem wurden Fördermittel für Beratungsleistungen beim Bund beantragt. Nach der Bewilligung kann die Stadtverwaltung eine Marktanalyse und eine Strukturplanung in Auftrag geben.
Hintergrund hierfür ist, dass eine Kommune beim Ausbau der örtlichen Breitbandstruktur nur aktiv werden kann, wenn ein sogenanntes Marktversagen vorliegt. Ein Marktversagen liegt vor, wenn keine ausreichende Versorgung stattfindet und die entsprechenden Versorger, mitteilen, dass für sie in den nächsten Jahren kein Ausbau in Frage kommt. Im besonderen Fokus steht dabei die Breitbandsituation in den Stadtteilen Hochberg und Hochdorf. Ist das Ergebnis der Marktanalyse, dass es innerhalb des Stadtgebietes Bereiche gibt, die laut den Vorgaben des Bundes unterversorgt sind, kann die Stadt Remseck am Neckar in konkretere Planungen einsteigen. Davor ist es einer Kommune verwehrt.

Breitbandausbau im Landkreis Ludwigsburg
Auch der Landkreis Ludwigsburg erarbeitet in Zusammenarbeit mit dem Verband Region Stuttgart, den Landkreisen Böblingen, Esslingen, Göppingen, Rems-Murr und der Landeshauptstadt Stuttgart eine Grobplanung für ein landkreisweites Backbone-Netz. Teil der Bestandsaufnahme ist eine Erhebung der vorhandenen Breitband-Infrastruktur und der Kundenpotenziale, um zu prüfen, ob später ein gemeinsames Vorgehen und eine Verpachtung der Netze in der Region sinnvoll wären. Die Stadt Remseck am Neckar hat dieser Grobplanung und einer eventuell auf dem Stadtgebiet verlaufenden Trasse des landkreisweiten Backbone-Netzes zugestimmt. Die Grobplanung soll Ende März diesen Jahres vorgestellt werden.  


Weiter Informationen zum Thema Breitband in Remseck am Neckar erhalten Sie von Jutta Kittelmann, Projektleiterin für Breitbandversorgung, (Tel. 07146 289-642, E-Mail: kittelmann@remseck.de). Frau Kittelmann ist ab Montag, 6. März 2017, erreichbar.
^
Redakteur / Urheber

  • Stadt Remseck am Neckar
  • Fellbacher Straße 2
  • 71686 Remseck am Neckar
  • Telefon: 07146 289-0
  • info@remseck.de