Abendliche Veranstaltung in Remseck







Produktionskunst-Festival »Drehmoment«, 2018 (Foto 1)

Stadtnachrichten

Produktionskunst-Festival »Drehmoment«


Stahlbau Urfer nimmt am Produktionskunst-Festival »Drehmoment« teil.

Produktionskunst-Festival »Drehmoment«, 2018 (Foto 2)»Dass ein Künstler bei uns in der Werkstatt an seinem Kunstwerk arbeitet, ist für uns eine ganz neue Erfahrung«, sagt Heike Urfer. Die Stahlbau Urfer GmbH im Gewerbegebiet Aldingen hat dieser Tage den in Waiblingen geborenen Künstler Roland Schmitz zu Gast und unterstützt ihn bei der Fertigstellung einer großen Stahlskulptur. Für das Kunstwerk werden sechs Stahlplatten zusammengesetzt, geheftet und verschweißt. Ein spannendes Projekt, vor allem für die Auszubildenden bei Urfer, die es gemeinsam mit dem Kölner Künstler umsetzen. Für den in dritter Generation inhabergeführten Betrieb ist die Arbeit an der Skulptur eine willkommene Abwechslung: »Wir profitieren von dem Austausch, denn natürlich hat ein Künstler eine ganz andere Sichtweise auf den Werkstoff Stahl und dessen Gestaltung als wir Stahlbauer. Doch gerade dieser Blickwinkel kann auch unserer täglichen Arbeit neue Impulse geben«, so Heike Urfer. Die Firma hat langjährige Erfahrung mit großen Tonnagen, komplizierten Geometrien und großvolumigen Bauteilen und ist ein leistungsstarker Partner für Stahl- und Metallbau. Roland Schmitz ist deshalb dankbar, mit Stahlbau Urfer einen für Neues offenen, aber vor allem technisch versierten Partner gefunden zu haben, der seine Vision ideal umsetzen kann.

Produktionskunst-Festival »Drehmoment«, 2018 (Foto 3)Die über vier Meter hohe Skulptur nennt er »Tagdieb« und deutet sie als Allegorie auf die Stadt Remseck am Neckar. Die sechs Stahlplatten, aus denen das Kunstwerk zusammengesetzt wird, entsprechen den Formen der sechs Remsecker Stadtteile, die sozusagen die »Gliedmaßen« des Tagdiebs bilden. Damit nimmt der Künstler Bezug auf die Entstehung der Stadt, die im Zuge der Gebietsreform aus den Ortschaften Aldingen, Hochberg, Hochdorf, Neckargröningen und Neckarrems zu einer Kommune zusammengefasst wurde. Die sechs Stadtteile – ein Teil von Pattonville gehört auch dazu – werden in dem Kunstwerk scheinbar völlig willkürlich aufeinander gesteckt, doch in der Verbindung stützen sich die einzelnen Elemente gegenseitig und bilden füreinander tragende Strukturen. Selbst der nicht zu Remseck am Neckar gehörende Teil von Pattonville ist als Umrisslinie Teil der Skulptur. Als besonderen Dank für die Unterstützung und Zusammenarbeit hat der Kölner Künstler den Standort der Stahlbau Urfer GmbH als kreisrundes Loch in der Stahlplatte mit dem Umriss Aldingens verewigt.
Später wird der »Tagdieb« noch farbig gestaltet, inspiriert von den stadtbildprägenden Graffiti. »Einige Flächen bleiben auch weiß«, erklärt Roland Schmitz, »denn die Zukunft der Stadt Remseck am Neckar ist, wie die Skulptur im öffentlichen Raum, äußeren Einflüssen und Veränderungen unvorhersehbar ausgesetzt«.


Hintergrund
Das Kunstwerk entsteht im Rahmen des Produktionskunst-Festivals »Drehmoment« der KulturRegion Stuttgart, das vom 4. bis zum 28. Oktober 2018 stattfindet. Das Festival soll der Kunst den Zugang zu industriellen Ressourcen in der wirtschaftsstarken Region öffnen und Innovation, künstlerische Forschung und Inspiration an einem der führenden Industriestandorte Europas fördern. In diesem Sinne arbeiten Roland Schmitz und Stahlbau Urfer zusammen an der Skulptur für Remseck am Neckar, die auch nach dem Festival als »Dauerausstellung« zu sehen sein wird. Die Eröffnung findet am 8. Oktober 2018 um 11 Uhr statt. Der »Tagdieb« von Roland Schmitz wird am Remsufer in Neckarrems aufgestellt werden. Weitere Förderer des Projekts sind die ISTW Planungsgesellschaft mbH und Helber + Ruff Beratende Ingenieure PartG mbB.
Weitere Informationen unter www.remseck.de/drehmoment.
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