Abendliche Veranstaltung in Remseck

Stadtnachrichten

Remsecker informierten sich über Westrandbrücke


Rund 400 Remseckerinnen und Remsecker betraten die Gemeindehalle Aldingen am Mittwochabend des 6. Februar 2019, und wollten sich über die Westrandbrücke informieren lassen.
Oberbürgermeister Dirk Schönberger begrüßte die Gäste und erläuterte, dass sich die Stadt Remseck am Neckar in einem sehr frühen Zeitpunkt der Planung befindet. Die Vorstudie der Westrandbrücke sei in der Sitzung des Gemeinderats erstmalig Ende Januar veröffentlich worden, nachdem am 20.12.2018 die grundsätzliche Einigung mit dem Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und dem Regierungspräsidium erfolgt ist. Die Westrandbrücke sei kein Ersatz für den Nord-Ost-Ring, betonte Dirk Schönberger, sie biete vielmehr die Möglichkeit in Remseck am Neckar eine „Neue Mitte“ zu verwirklichen und den Stau auf den Umgehungsstraßen zu beseitigen und so den Schleichverkehr in den Ortslagen Hochberg / Neckarrems / Neckargröningenund Aldingen zu beseitigen.  

Im Anschluss stellte Herr Blankenhorn, ISTW Planungsgesellschaft mbH, die Vorstudie vor und erläuterte, wie die Westrandbrücke und die Westrandstraße verlaufen werden. Er verwies auf die neu entstehenden Knotenpunkte und die maximale Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h auf allen Streckenabschnitten. Durch die Entzerrung der bisherigen großen Kreuzung zwischen Aldingen, Neckarrems und Neckargröningen könne erreicht werden, dass der Verkehr künftig besser fließe. Durch die Schaffung mehrerer Knotenpunkte ist es möglich, trotz steigender Verkehrszahlen, die Qualitätsstufe D zu erreichen. Dies bedeutet, dass der Verkehrsteilnehmer in den Hauptverkehrszeiten mit der 2. Ampelphase über eine Kreuzung kommt. Die Entzerrung der großen Kreuzung bedeutet auch, dass auf der Brücke selbst drei Spuren ausreichen, zwei Richtung Ludwigsburg und eine Richtung Fellbach.

Die neue Baubürgermeisterin Birgit Priebe erläuterte das städtebauliche Konzept der „Neuen Mitte“. Diese könne nur entstehen mit dem Bau der Westrandbrücke und der Westrandstraße. Der dadurch mögliche Rückbau der bisherigen Neckarbrücke schaffe einen barrierefreien Zugang zu Teil 2 der Neuen Mitte, das Areal Hofwiesen, wo heute noch eine Firma beheimatet ist. . In der Bürgerbeteiligung im vergangenen Herbst wurden viele verschiedene Wünsche geäußert, was dort entstehen kann. „Wir werden nicht alle Wünsche erfüllen können, aber die Neue Mitte kann ein Ort für alle Bürgerinnen und Bürger Remsecks werden.“ Sie wies auch darauf hin, dass die Pläne nicht final sind. Es seien noch viele Untersuchungen notwendig, bevor sichergestellt ist, dass die Planungen umgesetzt werden können. Besonders betonte Sie z. B. zu erstellende Gutachten zu den Themen Lärmschutz und Artenschutz.

Anschließend stellten sich Dirk Schönberger, Birgit Priebe und Uwe Blankenhorn den Fragen der Bürgerinnen und Bürger. Daniela Dürr, zuständig für die Bürgerbeteiligung bei der Stadtverwaltung, führte durch die Fragerunde und wies darauf hin, dass es heute zu diesem Zeitpunkt noch keine Diskussion über Alternativen geben kann. Dafür fehle es im Stadium eines Vorentwurfs noch an zu vielen Fakten. Im Vordergrund stehe heute der Vorentwurf der Westrandbrücke.

Die Fragen aus der Bürgerschaft zielten vielfach darauf ab, wie die Remsecker künftig aus den Stadtteilen rund um die Neue Mitte zum Einkaufen nach Ludwigsburg oder Stuttgart kommen. „Die Verkehrsführung lässt sicherlich noch einen Spielraum zu. Die Anregungen werden mitgenommen und fließen in die weitere Planung mit ein.“ versprach die Baubürgermeisterin.

Auch die Bürgerinitiative „Wir für morgen e.V.“ war anwesend. Die Vertreter stellten einige Fragen, z. B. wie die Anbindung der L 1100 an die Brücke genau erfolge.
Auch wurde die Umsetzung des Nord-Ost-Rings angesprochen. Der überregionale Verkehr würde durch die Westrandbrücke noch mehr angezogen. Ob und wann der Nord-Ost-Ring kommt, spiele für den Bau der Westrandbrücke keine Rolle, so das Stadtoberhaupt. Wichtig sei es jetzt eine Lösung für den Verkehr in Remseck zu finden und umzusetzen. Die Situation auszusitzen ist für ihn keine Alternative, da Remseck schon viel zu lange auf eine Lösung gewartet habe. Birgit Priebe verwies auf die Zahlen. Auch mit dem Bau des Nord-Ost-Rings werden 33.000 Fahrzeuge über die Brücke fahren. Dies sei nicht nur überregionaler Verkehr, sondern vor allem regionaler Verkehr zwischen dem Landkreis Ludwigsburg und dem Rems-Murr-Kreis, dazu kommt noch hausgemachter Verkehr von den Bürgerinnen und Bürgern Remsecks, was sich aufgrund der Struktur mit sechs eigenständigen Stadtteilen nicht vermeiden lasse.

„Ist die Brücke nun gesetzt oder können wir noch mitsprechen“ wollte ein Teilnehmer der Veranstaltung wissen. Die Frage zielte auf die Möglichkeit eines Bürgerentscheids ab und Oberbürgermeister Dirk Schönberger konnte dies klar beantworten. „In der Sitzung des Gemeinderates am 26. Februar 2019 werden die Fraktionen Stellung nehmen zum Vorentwurf der Westrandbrücke. Die Entscheidung falle im Gemeinderat.

Verkehrszahlen sowie Fakten zur Brücke finden Sie in der Präsentation auf der städtischen Homepage unter www.remseck.de/Westrandbrücke.
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