Abendliche Veranstaltung in Remseck
Thomas Schüler, Architekt aus Düsseldorf und einer der Väter des Siegerentwurfs, erläuterte den Teilnehmern seine Ideen.  

Stadtnachrichten

Mitgemacht und mitgedacht - Ergebnis der Bürgerbeteiligung


Vor allem mehr Frei- und Grünflächen wünschten sich die Teilnehmer. Einig waren sich alle darin, dass Neckar und Rems erleb- und sichtbarer werden müssen – eventuell durch einen kleinen Hafen? Die geplante wuchtige Bebauung des Hechtkopfes mit einer Stadthalle stieß ebenfalls auf Skepsis. Konstruktiv setzten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anderthalb Tage unter Moderation von Ute Kinn vom Büro GRiPS aus Ettlingen und ihrem Team mit den Ergebnissen des Ideenwettbewerbs auseinander.

Erster Bürgermeister Karl-Heinz Balzer hatte die rund 50 Bürgerinnen und Bürger begrüßt. Er bedankte sich für Ihren Einsatz im Rahmen der Bürgerbeteiligung und erläuterte zum besseren Verständnis die Historie der Neuen Mitte. „Wir brauchen die Neue Mitte – ohne sie passiert nichts, aber wenn es hier gut bleiben soll, muss etwas passieren“, so Balzer. „Kritische Auseinandersetzung mit dem Siegerentwurf und den weiteren Platzierten ist ausdrücklich erwünscht“, betonte er und sicherte zu, dass die Ergebnisse des Prozesses der Bürgerbeteiligung 1:1 an den Gemeinderat weitergegeben werden. Mit einem Zitat warb er für die Neue Mitte als Zukunft der Stadt: „Wir brauchen Mut zur Zukunft. Wer seine Zukunft nicht gestaltet, hat keine.“

Professor Franz Pesch, der Vorsitzende des Preisgerichts, stellte den Teilnehmern dann detailliert die drei Preisträger und die Anerkennungen vor und erläuterte jeweils die Stärken und Schwächen der Entwürfe, wie die Jury sie sah. „Die ‚Mitte’ ist ein wichtiges Gut deutscher Städte im internationalen Vergleich. Für Remseck ist die Identifikation mit den Ortsteilen wichtig und die Identifikation mit etwas Gemeinsamem“, verdeutlichte Pesch.

Die Väter des Siegerentwurfs waren extra zur Bürgerbeteiligung aus Düsseldorf und Freiburg angereist und stellten ihr Werk selbst vor. Architekt Thomas Schüler und Landschaftsarchitekt Martin Schedlbauer erklärten, dass sie einen „Dreiklang aus Schloss, Neckar und Neuer Mitte“ gesehen haben, weshalb sie die eigentliche Mitte komplett in den Süden und im Norden nur Wohnen geplant haben. Außerdem legten sie großen Wert auf die Orientierung hin zum Wasser, also zu Neckar und Rems, und darauf, dass ihre Pläne in Abschnitten und unabhängig voneinander realisiert werden können.

Mit einer großen Fragerunde, bei der die Teilnehmer dann Verständnisfragen klären konnten, ging der erste Tag zu Ende. Am Samstag wurden abwechselnd im Plenum und in Arbeitsgruppen verschiedene Themen wie Verkehr, öffentliche Einrichtungen, Handel, Wohnen oder Landschaft bearbeitet und besprochen.
Teil II der Bürgerbeteiligung findet am 26. November statt. Dann werden die Ideen und Vorstellungen der teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger weiter konkretisiert und ausformuliert, um sie anschließend dem Gemeinderat überreichen zu können.



Die Neue Mitte online


Hier auf der Homepage stehen inzwischen in der Rubrik Neue Mitte zwei weitere Dokumente zum Download bereit:
  • eine zusammenfassende Präsentation aller prämierten Entwürfe
  • eine ausführliche Präsentation des Siegerentwurfs
  • das Protokoll zum ersten Teil der Bürgerbeteiligung

Das Protokoll des Preisgerichts zum Ideenwettbewerb steht bereits seit September für alle Interessierten zum Download zur Verfügung.
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Redakteur / Urheber