Abendliche Veranstaltung in Remseck

Kreativ und engagiert waren die Teilnehmer auch bei der zweiten Planungswerkstatt bei der Sache.

Stadtnachrichten

Von Bibliothek bis Verkehr - Die zweite Bürgerbeteiligung


„Ich fand es gut, dass die Arbeitsgruppen an vielen Punkten unabhängig zu gleichen Lösungen gekommen sind – und dass wir daran gearbeitet haben, das ‚wie’ zu gestalten und nicht das ‚ob’.“ Das Statement von Dirk Schönberger, Teilnehmer an der Planungswerkstatt zur Neuen Mitte, könnte schon die Zusammenfassung sein.

Am 26. November fand der zweite Teil der Bürgerbeteiligung zur Neuen Mitte statt. Die teilnehmenden Bürgerinnen und Bürger haben ihre Ideen und Vorstellungen konkretisiert und zusammengefasst. Ein Redaktionsteam wird sich jetzt noch um die endgültigen Formulierungen kümmern – dann werden die Ergebnisse der Planungswerkstatt dem Gemeinderat überreicht.

In vier Arbeitsgruppen beschäftigten sich die 50 Frauen und Männer wieder einen ganzen Samstag lang mit der Neuen Mitte: „Handel und Wohnen“, „Landschaftsgestaltung, Freiraum, Einbindung der Ortsteile“, „Parken und Verkehr“ und „Soziale, kulturelle, öffentliche Einrichtungen & Nutzungen“ waren deren Schwerpunktthemen.

Die erste Gruppe betonte abschließend noch einmal, dass es am Hechtkopf keinen „Remseck-Tower“ geben soll, Bibliothek und Bürgersaal müssten in ein kleiner dimensioniertes Gebäude, als es der Sieger-Entwurf des Ideenwettbewerbs vorsieht, damit der Hechtkopf weiterhin sichtbar ist. Weitere Empfehlungen der Gruppe: ein Hotel in der Neuen Mitte, Kinderbetreuung im neu geplanten Wohngebiet und evtl. eine neue Festwiese, wie es sie früher schon einmal gab, am Rand der Mitte.

Eine zweite Gruppe machte sich Gedanken um die Landschafts- und Freiraumgestaltung. Fazit: Auch das südliche Neckarufer soll zur Naherholung genutzt werden können und insgesamt seien mehr „grüne Freizeitflächen“ in der Nähe der Mitte wünschenswert. Weiterhin solle ein Rad- und Fußweg auf beiden Neckarseiten Hochberg anbinden. Außerdem machte die Gruppe noch einen radikalen Vorschlag zum Thema Verkehr: Pförtnerampeln an allen Ortseingängen, um die Durchfahrt unattraktiv zu machen.

Die Gruppe „Parken und Verkehr“ hatte vielleicht die härteste Nuss zu knacken. Zwei wichtige Ergebnisse ihrer Arbeit: die Andriof-Brücke muss als Entlastung für die obere Brücke und damit für die Neue Mitte kommen – und die Verkehrsführung an der Neuen Mitte vorbei Richtung Waiblingen müsse flüssiger gestaltet werden, als es der Siegerentwurf vorsehe, zum Beispiel in einer kurvigen S-Form statt der geplanten rechtwinkligen Kreuzung. Außerdem müsse „Alt-Neckargröningen“ mindestens eine weitere Ortsausfahrt bekommen, um eine Insellage zu vermeiden.

Mit der „Mitte der Mitte“ und deren konkreter Nutzung war die vierte Gruppe befasst. Neben den schon bekannten kulturellen Möglichkeiten soll es in der Mitte auch einen Ort für die Kirchen geben – allerdings nicht als klassisches Kirchengebäude, sondern als Raum für alle Kirchen verbunden mit sozialen Angeboten. Die Bibliothek sollte eine Art kulturelle Bildungsstätte sein mit multimedialen Angeboten. Um die Bedenken der Ortsteile im Zusammenhang mit der Neuen Mitte möge sich ein eigener Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung kümmern, so der Wunsch der Gruppe.

Erster Bürgermeister Karl-Heinz Balzer bedankte sich herzlich bei den Teilnehmern für die ausgesprochen konstruktive Zusammenarbeit: „Sie haben so viele Stunden ehrenamtlich in die Zukunft unserer Stadt investiert – das ist nicht selbstverständlich.“Sein Dank galt außerdem Ute Kinn und ihrem Team vom Büro GRiPS aus Karlsruhe, die die gesamte Planungswerkstatt moderiert und begleitet haben, sowie Professor Wolfgang Schwinge für die fachkundige Beratung während der Planungswerkstatt.

Der Ältestenrat des Gemeinderats wird in seiner nächsten Sitzung entscheiden, wann und wie sich der Gemeinderat mit den Ergebnissen der Planungswerkstatt beschäftigen wird. Vorher muss aber noch das Redaktionsteam an die Arbeit: Zehn Bürger haben sich bereit erklärt, an der Ausformulierung der Vorschläge mitzuarbeiten, um dem Gemeinderat das Ergebnis in geeigneter Form präsentieren zu können.

Die Neue Mitte online

Hier auf der Homepage steht auch das Protokoll des ersten Teils der Bürgerbeteiligung zum Download zur Verfügung.Sobald das Protokoll zum zweiten Teil fertig gestellt ist, wird es dort ebenfalls hochgeladen.
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