Abendliche Veranstaltung in Remseck

Stadtnachrichten

Gemeinderatssitzung vom 14. Februar 2012


Am 1. Februar 1992 hatte Karl-Heinz Balzer als Erster Beigeordneter bei der damaligen Gemeinde Remseck begonnen. „Inzwischen befindet er sich mitten in seiner dritten Amtsperiode, die bis 2016 geht“, so Oberbürgermeister Karl-Heinz Schlumberger und dankte dem Verwaltungsfachmann Balzer für die jahrelange engagierte Arbeit. Balzer selbst betonte, dass er den Wechsel nach Remseck nie bereut habe: „Ich arbeite gerne in und für Remseck und ich habe keinen Anlass, an den Ruhestand zu denken!“

Neue Mitte


Ganz im Gegenteil, gerade in den ersten „offiziellen“ Tagesordnungspunkt hat er schon viel Arbeit investiert – bald sollen sie die ersten Früchte tragen: das weitere Vorgehen beim Großprojekt „Neue Mitte Remseck“. Professor Wolfgang Schwinge, Städteplaner und Organisator des städtebaulichen Ideenwettbewerbs, stellte den Mitgliedern des Gemeinderats und den zahlreichen Besuchern das Ergebnis der Jury detailliert vor.

Er betonte noch einmal die äußerst komplexe Aufgabenstellung: „Die Herausforderung für die Teilnehmer war es, die richtige Dimension zu finden: nicht zu klein, um der Situation gerecht zu werden, und nicht zu groß, damit kein weiterer Ortsteil entsteht.“ Er präsentierte die Platzierten und Anerkennungen des Wettbewerbs und zeigte jeweils die guten Ansätze der Arbeiten auf, die der Grund für einen vorderen Platz waren. „Es spricht für die Aufgabe, dass sich viele namhafte Büros am Wettbewerb beteiligt haben“, so Schwinge. Das Ergebnis des Wettbewerbs steht für alle Interessierten auch hier auf der Homepage zum Download zur Verfügung.

Für den Sieger des Wettbewerbs war Architekt Thomas Schüler aus Düsseldorf gekommen, um seine Arbeit selbst vorzustellen. Landschaftsplaner Martin Schedlbauer aus Freiburg konnte krankheitshalber nicht dabei sein. In den Mittelpunkt ihrer Überlegungen hatten sie „den Dreiklang aus Schlossberg und Schloss Remseck, den beiden Flüssen Rems und Neckar sowie die Mitte als solches“ gestellt.

Ein so genannter Landschaftspark soll die Verbindung nach Aldingen herstellen. Nördlich des Neckars sieht der Entwurf im wesentlichen „Wohnen“ vor, auf der Südseite Handel, Kultur und Dienstleistungen. „Verwaltung und Kultur sollen nah beieinander liegen, aber doch getrennt sein“, begründete Schüler die beiden Gebäude Rathaus und Bürgerhalle mit Bibliothek. „Den Leseturm kann ich mir gut als neues städtisches Zeichen für Remseck vorstellen.“

Der dritte große Teil des ersten Tagesordnungspunktes war die Bürgerbeteiligung zur Neuen Mitte. Im Oktober und November hatten zwei Planwerkstätten stattgefunden, an denen sich zwischen 50 und 70 Bürgerinnen und Bürger beteiligt hatten. Gemeinsam mit Ute Kinn vom Büro GRiPS aus Karlsruhe, die die Bürgerbeteiligung moderiert hatte, stellten drei Teilnehmer die Ergebnisse aus den Workshops vor. Thomas Leutenecker (Handel und Wohnen), Dirk Schönberger (Landschaftsgestaltung) und Bernd Friedrich (Verkehr). Im Großen und Ganzen waren die Teilnehmer mit dem Siegerentwurf zufrieden, hatten hier und da aber noch Verbesserungsvorschläge.

Die Verkehrsfrage könne noch nicht als gelöst betrachtet werden – wichtig sei vor allem, den Verkehr aus der Neuen Mitte herauszuhalten. Für die Trassenführung einer möglichen Umgehung gab es verschiedene Ideen. Mehr Grünflächen waren für die Teilnehmer ebenfalls wichtig, die waren ihnen im Siegerentwurf noch etwas zu kurz gekommen. Die Ergebnisse der Planwerkstätten im Einzelnen stehen ebenfalls online zur Verfügung.

Oberbürgermeister Karl-Heinz Schlumberger betonte anschließend einmal mehr: „Die Neue Mitte muss kommen – genau wie eine Verkehrslösung. Mit Blick auf eine wohl eher nicht kommende Andriofbrücke müssen wir wohl sagen, dass wir mit der Planung der Neuen Mitte zu lange gewartet haben.“ Er gab bekannt, dass er eine Zusage von landespolitischer Ebene habe, dass man sich in nächster Zeit zusammensetzen und über Lösungen sprechen werde.

„Und wenn wir dann als Stadt mit der Landesregierung eine Lösung erarbeitet haben, muss das auch in unseren Nachbarstädten akzeptiert werden.“ Schließlich sei der Verkehr kein Remsecker sondern ein regionales Problem.Der Gemeinderat nahm die vielen Informationen zur Kenntnis und wird sich bald selbst noch einmal intensiv mit dem Thema auseinandersetzen und diskutieren, wie es weitergehen soll. Dann wird das Gremium auch die nötigen Beschlüsse in dieser Sache fassen.

Weiteres Thema in der Gemeinderatssitzung war der Ausbau der Kelterstraße in Aldingen. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Ausbau sowie die Ausschreibung der Bauarbeiten. Ein einstimmiges Votum gab es auch für die Ausschreibung des Gasbedarfs der Stadt ab 1. Januar 2013 in den Ortsteilen Aldingen und Neckargröningen. Die nächste Gemeinderatssitzung findet am 27. März 2012 um 18.30 Uhr im Rathaus in Neckarrems statt.

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