Asiatische Tigermücke: Jetzt Brutstätten beseitigen und Gefäße gründlich reinigen
Städtische Nachrichten
Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa zunehmend aus.
Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Europa zunehmend aus. Die kleine, schwarz-weiß gemusterte Stechmücke ist tagaktiv und kann Krankheitserreger wie Dengue-, Chikungunya- und Zika-Viren übertragen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Übertragung ist in Deutschland bislang gering. Dennoch ist es sinnvoll, ihrer Vermehrung vorzubeugen. Dazu kann jede und jeder mit einfachen Maßnahmen beitragen.
Als Brutstätten genügen der Tigermücke bereits kleine Ansammlungen von stehendem Wasser. Blumentopfuntersetzer, Wasserschalen, Eimer, Gießkannen, offene Regentonnen oder vergessenes Gartenspielzeug bieten geeignete Bedingungen. Auch in verstopften Dachrinnen und in Falten von Abdeckplanen kann sich Wasser sammeln.
So helfen Sie, Brutstätten zu vermeiden:
Entleeren Sie Wasseransammlungen in Untersetzern, Schalen und anderen Gefäßen mindestens einmal pro Woche vollständig.
Reinigen Sie Vogeltränken und andere Tiertränken regelmäßig und wechseln Sie das Wasser spätestens alle fünf Tage vollständig. Frisches Trinkwasser soll den Tieren weiterhin zur Verfügung stehen.
Lagern Sie unbenutzte Eimer, Gießkannen und andere Behälter umgedreht oder vor Regen geschützt.
Decken Sie Regentonnen mit einem engmaschigen Netz lückenlos ab. Auch andere Öffnungen dürfen keinen Zugang für Mücken bieten.
Entfernen Sie Laub und Schmutz aus Dach- und Ablaufrinnen, damit Wasser ungehindert abfließen kann.
Im Herbst besonders wichtig: Eier entfernen
Bloßes Ausleeren reicht nicht aus, um bereits abgelegte Eier zu beseitigen. Die Tigermücke legt ihre Eier an die Innenwände der Gefäße, knapp oberhalb des Wasserspiegels. Die Eier haften dort fest und können Trockenheit sowie winterliche Kälte überstehen. Werden die Behälter im Frühjahr wieder mit Wasser gefüllt, können daraus erneut Mückenlarven schlüpfen.
Bürsten Sie deshalb vor dem Einlagern alle Gefäße, in denen sich Wasser gesammelt hat, gründlich aus. Achten Sie besonders auf Innenwände und Ränder. Spülen Sie die Behälter anschließend mit heißem Wasser von mindestens 60 °C aus, sofern das Material dafür geeignet ist. Lagern Sie die gereinigten Gegenstände anschließend trocken und vor Regen geschützt.
Ausgeleertes Wasser und Reinigungswasser sollten auf einer Wiese oder im Beet versickern und nicht in einen Gully gelangen.
Bitte helfen Sie mit: Kontrollieren Sie Garten, Balkon und Hof auf mögliche Brutstätten. Wer jetzt gründlich aufräumt und reinigt, hilft, die Zahl der Tigermücken im kommenden Frühjahr zu verringern.
Weitere Informationen finden Sie beim Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg und bei der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Schnakenplage (KABS).