Rund 150 Einwohnerinnen und Einwohner folgten der Einladung der Stadt Remseck am Neckar zur diesjährigen Einwohnerversammlung in der Stadthalle. Oberbürgermeister Dirk Schönberger, der Erste Bürgermeister Jo Triller, Bürgermeisterin Birgit Priebe und Kämmerer Achim Heberle informierten gemeinsam über zentrale Themen der städtischen Entwicklung und standen der Einwohnerschaft für Fragen zur Verfügung.
„Es ist toll, dass sich so viele Einwohnerinnen und Einwohner die Zeit genommen haben und heute hier in die Stadthalle gekommen sind. Ihr Interesse bestärkt uns darin, dass wir die richtigen Themen für die heutige Versammlung gewählt haben“, so Oberbürgermeister Dirk Schönberger.
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf der angespannten finanziellen Lage der Stadt. Kämmerer Achim Heberle erläuterte die seit November 2024 laufenden Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung, die das gesamte Jahr 2025 geprägt haben und weiterhin fortgeführt werden. Die Stadt setzt auf Sofort-Sparprogramme sowie umfassende Konsolidierungspläne in allen Bereichen der Verwaltung.
Der Erste Bürgermeister Jo Triller erläuterte den aktuellen Planungsstand zur Verlängerung der Stadtbahnlinie U14 nach Pattonville und ging dabei auch auf den Sachstand des Stadtbahnprojekts LUCIE ein, das derzeit in der öffentlichen Diskussion steht.
Bürgermeisterin Birgit Priebe informierte über den aktuellen Stand der Neuen Mitte sowie den Fortschritt bei der Planung der Westrandbrücke. Sie hob den erheblichen Arbeitsaufwand hervor, den die Verwaltung gemeinsam mit dem Land im Rahmen der komplexen Abstimmungs- und Vorbereitungsprozesse leistet. Der derzeitige Zeitplan sieht einen Baubeginn der Westrandbrücke ab dem Jahr 2035 vor; bis dahin sind umfangreiche Vorarbeiten erforderlich. Frau Priebe betonte, dass das Gesamtprojekt – insbesondere mit den städtebaulichen Entwicklungsabschnitten II und III – einen bedeutenden Mehrwert für die Wohn- und Lebensqualität in Remseck am Neckar schaffen werde.
Im Bereich Stadtentwicklung gab die Baubürgermeisterin zudem einen Überblick über die Planungen der beiden zentralen Wohnbaugebiete in Neckarrems und Aldingen. Ziel ist es, dringend benötigten bezahlbaren Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig die langfristige städtebauliche Entwicklung der Stadt strategisch zu gestalten.
Die Stadtverwaltung thematisierte zudem die Problematik unerlaubter Müllablagerungen an Containerstandorten, die mit erheblichen Entsorgungskosten verbunden sind. Vor diesem Hintergrund hat sich die Stadt entschieden, an ausgewählten Standorten Altkleidercontainer abzubauen, um zu prüfen, ob dies ein wirksamer Beitrag zur Lösung des Problems sein kann.
Im Anschluss an die Vorträge hatten die Einwohnerinnen und Einwohner die Gelegenheit, eigene Fragen und Anliegen einzubringen. Die Beiträge orientierten sich überwiegend an den zuvor behandelten Schwerpunkten und reichten von Verkehrsfragen über die Pflege von Grünflächen bis hin zu Themen der Quartiersentwicklung.
Die Stadtverwaltung bedankt sich bei allen Einwohnerinnen und Einwohnern, die der Einladung zur Einwohnerversammlung gefolgt sind und für den offenen und konstruktiven Dialog.